Monthly Archives: Februar 2015

Eine originelle Einschlafhilfe für Kids, bei der man selbst aktiviert wird

Wenn ich versuche, meine Kinder ins Bett zu bringen und mich zu ihnen lege, dann ist es in 80% der Fälle so, dass ich kurz darauf ebenso friedlich mit den Kids einschlafe. Mein Abend ist dann gelaufen. Nichts ist schlimmer als halb eingeschlafen, aufgeweckt zu werden und dann zu versuchen in einen wachen Zustand zu kommen, damit auch mein Mann wieder etwas von mir hat.

Neulich habe ich etwas Neues ausprobiert.

Cayo wollte unbedingt, dass ich ihm eine Geschichte erzähle. Ich war von der Arbeit bereits müde und geschafft. Es war mir klar, dass mir wohl nichts Spannendes einfallen würde.

Dann hatte ich jedoch eine Idee. „Cayo, nenne mir drei Begriffe. Ich werde aus diesen drei Begriffen eine Geschichte basteln.“

Cayo war Feuer und Flamme, denn er konnte nun den Inhalt der Geschichte bestimmen.

„Ameisenbär, Insel, Ameise“, meinte er ins Dunkel.

Das war eine Herausforderung. Meine Müdigkeit war wie weggeblasen, denn ich versuchte, wie ich die Begriffe zu einer Geschichte zusammenbasteln konnte.

„Wie der Ameisenbär und die Ameise auf einer einsamen Insel Freunde wurden:

Es war einemal ein Ameisenbär, der lebte auf einer einsamen Insel und fühlte sich dort sehr wohl. Er hatte alles was es gab und eines nicht: Ameisen…“

Es machte richtig Spaß, sich darauf einzulassen. Auch Cayo war begeistert und wollte gleich noch eine Geschichte hören…

Der Abend war gerettet. Cayo schlief selig und ich war gut gelaunt, da ich meine Fantasie auf Vordermann gebracht hatte. Durch dieses Erfolgserlebnis war ich hellwach und fit für den Abend.

 

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Hemden-Zwang für Jungs?

Letzte Woche war in unserer Firma das Neujahrs-Essen angesagt. Wir hatten alle Mitarbeiter mit Partnern und ihre Kinder eingeladen. Da fast alle unsere Mitarbeiter Kinder haben, kommt immer eine bunt gemischte Truppe zusammen. Flo und ich machten uns natürlich schick.

Silas lümmelte immer noch im Jogginganzug auf dem Sofa herum, als ich ihn aufforderte, sich fertig zu machen. „Ich bleib so,“ war die Antwort. Also nee, das geht ja absolut nicht. So verratzt nehme ich meine Kinder nicht mit ins Restaurant! „Silas, dann zieh doch wenigsten eine Jeans an,“ sprach ich auf ihn ein. Silas Blick genügte, um zu wissen, dass er dies für keine gute Idee hielt.

Gut, dann sollte mein Sohn eben in der Jogginghose dort auftauchen. Außerdem hatte ich für solche Kleinkriege keine Zeit mehr, wir konnten ja schlecht zu spät zu unserem eigenen Neujahrsessen auftauchen.

Ich machte mich dagegen umso schicker, trug seit langem mal wieder einen Rock, um klarzustellen, dass ich für mich andere Maßstäbe hatte.

Cayo hatte zwischenzeitlich bemerkt, dass Papa sich auch schick machte. Er fragte plötzlich wo, denn sein Hemd (das einzige, das er hat, denn Cayo behauptet immer, dass er Hemden hasse!) sei, er würde gerne heute auch so schick wie Papa sein. Also in aller Eile das Hemd gesucht, während ich dabei war, mich im Badezimmer fertig zu machen. Cayo war mit seinem schicken Outfit im Glück und sah auch wirklich toll aus (eine Augenweide für jede Oma).

Kurz bevor wir losgingen, stürmte dann Silas auf mich zu: „Mama, wo ist den mein blaues Hemd? Ich finde es nicht!“  Ich dachte, ich hätte mich verhört. Mittlerweile hatte er eine schöne Hose (ohne Löcher!!!) an. Als gute Mutter suchten wir dann gemeinsam nach seinem (auch einzigen Hemd) und es war geschafft.

Alle Vier waren fertig für einen schönen Abend!

Manchmal muss man eben einfach loslassen und schon passieren ab und zu ganz wunderbare Dinge.

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Das ganze Leben in 2 Koffern

In den letzten Wochen war es still in meinem Blog. Einer der Hauptgründe war, dass wir für meinen Vater, der an Alzheimer erkrankt ist, schnellstmöglich ein geeignetes Pflegeheim finden mussten.

Meine mittlerweile 80jährige Mutter schaffte die Pflege rund um die Uhr nicht mehr. Mir war es seit langem ein Rätsel, wie das meine Mutter die ganze Zeit über geschafft hatte. Nun sah sie es aber ein, dass sie Hilfe von anderen annehmen musste.

Ich habe meinen Vater zusammen mit meiner Mutter ins Heim gebracht. Als wir zu dritt losfuhren, war mir seltsam zu Mute, so als ob ich einen Kampf verloren hätte. Für mich war bislang immer klar, dass meine Eltern zu Hause gepflegt werden würden. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass mein Wunsch nicht in die Realität umzusetzen war.

Mit 2 Koffern in den Händen machte ich mich mit meinen Eltern auf den Weg.

86 Jahre eines Lebens passten in 2 Koffer!

Mit einem Mal war mir bewusst, dass im Leben nichts mehr zählt, als die Erinnerungen an die guten Momente im Leben.

Alles andere ist am Ende unbedeutend.

Und obwohl mein Vater viel von seinem Erinnerungsvermögen verloren hat, einige schöne Momente sind ihm immer noch gegenwärtig.

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