5 Fragen, die ich mir jedes Jahr vor dem Laternenumzug stelle

Jedes Jahr ist in der Schule Martinsumzug. Alle, die wollen gehen dann mit den Laternen in den nahegelegenen Wald. Dort findet dann der Umzug statt, der bis zu einer Feuerstelle geht. Am Lagerfeuer treffen sich alle, es gibt Weckmännchen und noch eine Runde Gesang. Während die Kids den Wald erobern, stehen die Eltern beisammen und reden miteinander.

 

  1. Wer hält die Laterne?

Die Gretchenfrage seitdem die Kinder die Laterne tragen. Anfangs ist die Begeisterung immer sehr groß. Spätestens nach der Hälfte wird einer der Jungs unruhig und drückt mir die Laterne in die Hand, damit er mit seinen Kumpels losstürmen kann. Mittlerweile sind die Jungs groß genug, um die Laterne alleine zu tragen. Aus diesem Grund sage ich bereits im Vorfeld, dass ich nicht als Laternenträgerin fungiere. Wenn wir dann später an der Feuerstelle sind, mache ich die Kerze aus und stelle die Laterne neben mir ab. Dieses Jahr bastelte Cayo zwar eine schöne Laterne, die er beim Umzug jedoch nicht mitnehmen wollte, da sie da nur „störte“, wie er uns erklärte.

 

  1. Finde ich die Aktion lästig oder macht sie mir Spaß?

Die Antwort ist bei mir stark vom Wetter abhängig. Bei Nieselregen und nasskaltem Wetter sehe ich es eher als Liebesbeweis für die Jungs. Ansonsten ist es immer wieder nett, mal aus voller Brust altbekannte Lieder zu singen und im dunklen Wald umher zu spazieren. Am Lagerfeuer ist die Stimmung bei einem Glas Glühwein in netter Runde ganz schön. Endlich hat mal Zeit mit Eltern ins Gespräch zu kommen, mit denen man sonst nicht so ausführlich redet.

 

  1. Was packe ich für den Laternenumzug ein?

Inzwischen ist es ein Klassiker, dass ich in der Thermoskanne Glühwein mitnehme. Wie viel Glühwein und Tee nehme ich diesmal mit? Das hängt von meiner Lust und Laune ab. Was immer ganz gut ankommt, sind ein paar Brezeln und wenn die Zeit ganz knapp ist, dann eben ein paar Reiswaffeln oder Zwieback.

 

  1. Wie gehe ich damit um, wenn die Laterne in Flammen aufgeht bzw. kaputt geht?

Zu aller erst ruhig bleiben, auch wenn ich selbst traurig bin, dass die mühevoll gebastelte Laterne nun hinüber ist. Dann nehme ich meinen Sohn fest in den Arm und sage ihm, dass ich auch sehr traurig darüber bin und mit ihm mitfühle und dass ich die schöne Laterne in guter Erinnerung habe. Dieses Jahr wurde die Laterne von Silas von anderen Kindern kaputt gemacht und ich muss wirklich sagen, wie schwer es mir fiel, da ruhig zu bleiben, weil ich wusste, wie sehr er sich Mühe gegeben hatte und wie wichtig ihm die Laterne war. Aber manchmal passieren eben auch sehr ungerechte Sachen im Leben auch das gehört dazu. Ich habe ihm angeboten, dass er die Laterne ein zweites Mal gemeinsam mit mir zusammen bastelt und wir sie dann zu Hause aufstellen, quasi nach dem Motto: so leicht lasse ich mich nicht unterkriegen.

 

  1. Wann gehen wir nach Hause?

Die letzten Jahre war es immer klassisch eine Frage von Flo und mir, weil wir entweder müde waren oder es uns zu kalt und nass war. Meist verhandelten wir noch ein wenig darüber und blieben in der Regel länger als wir selbst wollten. Dieses Jahr war es sehr ungewöhnlich. Cayo war recht schnell an dem Punkt, dass er „endlich“ nach Hause wollte während wir Erwachsenen in netten Gesprächen vertieft waren und überhaupt nicht nach Hause wollten. Das Ende vom Lied war, dass Silas recht früh mit seinem besten Freund zu ihm nach Hause ging und Cayo sich mit seinem Freund verabredete, so dass Flo und ich plötzlich volle Entscheidungsfreiheit hatten. Das hat uns völlig überrascht.

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