Medienkonsum für Kinder: das richtige Maß finden in 7 Schritten

Der Medienkonsum unserer Kinder ist seit langem ein Dauerbrenner bei den Diskussionen zwischen meinem Mann und mir. Wir haben bereits viele verschiedene Arten ausprobiert, waren dann eine Zeit lang zufrieden, um dann doch festzustellen, dass wir nicht glücklich damit sind. Also ging es in die nächste Runde des Experimentierens.

Mittlerweile hat sich bei uns ein Abstimmungs- und Erprobungsprozess eingespielt, den man in 7 Schritten beschreiben kann:

 

  1. Unzufriedenheit bemerken

Feststellen, dass ich mit dem momentanen Zustand nicht zufrieden bin. (Wir haben in der Regel das Gefühl, dass die Kinder zu viel vor den Medien hocken, obwohl wir keinen Fernseher zu Hause haben).

 

  1. Die Unzufriedenheit den anderen mitteilen

D.h. meinem Mann und dann auch den Kindern sagen, dass ich mit der momentanen Situation nicht zufrieden bin und begründen warum

 

  1. Miteinander reden

Wenn es bei uns wichtige Dinge zu besprechen gibt, verabreden wir uns zur Familien-. Das ist dann ein verbindlicher Termin für alle Familienmitglieder. Jeder kommt zu Wort und sagt, was ihn zu diesem Thema unter den Nägeln brennt. Das ist nicht immer leicht, dass die Kinder bei der Sache bleiben, wenn sie bspw. sich lieber mit ihrem Freund verabreden oder spielen würden. Wir haben bei uns eingeführt, dass, wer kein Interesse hat, mitzureden, eben auch nicht mitbestimmen kann, wenn wir eine Entscheidung treffen.

 

  1. Alle machen einen Vorschlag

Jeder bekommt genügend Zeit und Raum, damit alle gemeinsam das Thema diskutieren und ihre Wünsche aussprechen können. Wenn jeder erzählt hat was ihn beschäftigt bzgl. des Themas holen wir von jedem einen Vorschlag zur Problemlösung ein. Manchmal gibt es auch gleiche Vorschläge, umso besser, so ist es einfacher einen Kompromiss zu finden.

 

  1. Gemeinsam Ausprobieren

Wenn sich alle Familienmitglieder nicht auf einen Lösungsvorschlag einigen können (was bei uns sehr oft der Fall ist), dann nehmen wir die verschiedenen Vorschläge und probieren sie der Reihe nach aus. (Je nach Problem über einen entsprechenden Zeitraum. Bei uns ist das in der Regel eine Woche lang).

 

  1. Zusammenkommen und Erfahrungen austauschen

Nach der „Probezeit“ kommen wir alle wieder zusammen und schauen, wie es uns damit ergangen ist. Meist sehen wir dann schon, wo es bei der Umsetzung Probleme gibt.

Auch wenn wir eine gemeinsame Lösung gefunden haben, setzen wir uns immer nach einer bestimmten Zeit wieder zusammen , um zu sehen, ob alle Familienmitglieder mit der gefundenen Lösung zufrieden sind.

 

7. „verbesserte“ Lösung gemeinsam beschließen

Wenn wir uns ausgetauscht haben und in der Regel noch einige Dinge geändert haben, setzen wir die „verbesserte Lösung“ dann um.

 

In den meisten Fällen kommt einer der Familienmitglieder nach einer bestimmten Zeit (das können Wochen oder auch Monate oder noch länger sein) zu dem Schluss, dass er unzufrieden ist. Dann beginnt wieder alles bei Schritt 1.

 

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